Freitag , 18 August 2017
Aktuelles:
Du bist hier: Startseite » Aktuelle News » Video: USA wollen Truppenpräsenz auf unter 10.000 Soldaten halten

Video: USA wollen Truppenpräsenz auf unter 10.000 Soldaten halten

Nach Aussage eines hochrangigen US-Regierungsmitarbeiter kommt für das Weiße Haus keine Option in Frage, bei der mehr als 10.000 Soldaten nach dem offiziellen Truppenabzug und Kriegsende 2014 weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben sollen.

Zu Beginn dieser Woche stellte General John Allen, der Hauptkommandeur der internationalen Streitkräfte in Afghanistan, dem Pentagon drei Möglichkeiten einer militärischen Präsenz US-amerikanischer Truppen nach Kriegsende vor. Keine dieser drei Optionen beinhaltete eine “Truppenstärke von mehr als 10.000 Soldaten”, heisst es aus Kreisen des Pentagons. Es heisst aber auch das keiner dieser Pläne bisher in Stein gemeißelt wurde.
Ausschlaggebender Faktor für die Planung einer kleineren Militärpräsenz ist “wachsendes Vertrauen in die afghanischen Sicherheitskräfte”, so wird ein Regierungsvertreter zitiert. Jede Entscheidung über den Verbleib US-amerikanischer Truppen in Afghanistan obliegt der Genehmigung durch den Präsidenten Hamid Karzai, der kommende Woche im Weißen Haus erscheinen wird um mit Barack Obama eine neue Vereinbarung (SOFA, Status of Forces Agreement) zu unterzeichnen.

Die SOFA-Vereinbarung zwischen den beiden Ländern regelt unter anderem die Immunität US-amerikanischer Soldaten vor der afghanischen Gerichtsbarkeit. Das ist insofern ein wesentlicher Punkt der Verhandlungen, da die Iraker seinerzeit den US-Soldaten keine uneingeschränkte Immunität gewährte. Als Folge dessen sah sich die Obama Administration gezwungen sämtliche US-Truppen aus dem Land vollständig abzuziehen.

Nach bisherigen Angaben ist die Karzai-Administration nicht gewillt ausländischen Truppen nach dem offiziellen Kriegsende Immunität zu gewähren. Hamid Karzai wird am kommenden Montag im Weißen Haus erwartet und im Reisegepäck hat er auch eine umfangreiche Bedarfsliste an militärischem Equipment bei sich, die die afghanische Regierung fordert um das staatliche Gewaltmonopol auch nach dem Abzug der US-Truppen zu sichern. Die Liste beinhaltet alles angefangen bei sämtlichen Dingen für die Artillerie sowie eine komplette Luftwaffenausrüstung. Es wird davon ausgegangen das bisher nur jede 123-ste afghanischen Bataillon über eine eigenen militärische Luftunterstützung verfügt. Die übrigen 122 Kompanien sind bei ihren Kampfeinsätzen im Land auf die Luftunterstützung der alliierten Streitkräfte angewiesen.

Video:

 

Originalartikel in englischer Sprache:
Foxnews – White House not considering troop presence above 10,000 after Afghanistan deadline, sources say

Hinterlasse einen Kommentar

Nach oben scrollen
Google+