Sonntag , 20 August 2017
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Massaker in Kandahar: Verhandlungsbeginn gegen US-Soldat

Am kommenden Montag beginnt nach nun etwa sieben Monaten die Gerichtsverhandlung gegen den US-Unteroffizier Robert Bales, der am 11. März 2012 in der südafghanischen Provinz Kandahar 16 Zivilisten gezielt tötete.

Der 39-jährige zweifache Familienvater und ausgebildete Scharfschütze Robert Bales befindet sich seit dem Massaker im US-Militärgefängnis Fort Leavenworth in Gefangenschaft und wartet dort auf seine Gerichtsverhandlung die in Fort Lewis McCord abgehalten wird.

Bales, der zuvor bereits dreimal im Irak diente, soll nach bisherigen Erkenntnissen die Tat alleine geplant und durchgeführt haben, es gibt keine Hinweise auf eine Mittäterschaft. Der Soldat soll in der Nacht seinen Stützpunkt im Unruhedistrikt Pandschwai unbemerkt verlassen haben und in dem knapp zwei Kilometer entfernten Ort Alkozai in drei Häusern insgesamt 16 Dorfbewohner gezielt getötet haben, darunter in der Mehrzahl Frauen und Kinder. Auch soll er einen Teil der Leichen angezündet haben. Bei seiner Rückkehr in den Stützpunkt stellte er sich. Welche Motive für sein alleiniges Handeln vorlagen, ist bisher noch nicht bekannt. Jedoch ist soviel bekannt, dass er bei seinem letzten Einsatz im Irak eine schwere Kopf- und Hirnverletzung erlitten hat, dennoch haben ihn die Militärärzte für einen weiteren Einsatz in Afghanistan für geeignet erklärt. Bales droht bei voller Schuldzuweisung die Todesstrafe.

 

 

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