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Vereinigte Staaten reduzieren Truppenstärke

21.09.2012 ·  Die von Barack Obama 2009 zur Verstärkung der internationalen Truppen nach Afghanistan entsandten 33.000 Soldaten sind vollständig wieder abgezogen. Das teilte Verteidigungsminister Panetta mit.

Ungeachtet der immer häufigeren Feuerüberfälle afghanischer Sicherheitskräfte gegen Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf und trotz des fortwährenden Krieges am Hindukusch haben die Vereinigten Staaten die Zahl ihrer Soldaten in Afghanistan auf das Niveau von Mitte 2009 reduziert. Die letzten der 33.000 zusätzlichen Soldaten, die auf den Befehl von Präsident Barack Obama von Ende 2009 nach Afghanistan geschickt worden waren, seien wie angekündigt abgezogen worden, sagte Verteidigungsminister Leon Panetta am Freitag bei einem Besuch in Auckland in Neuseeland. Damit verblieben rund 68.000 amerikanische Soldaten in Afghanistan, die dort an der Seite ihrer Isaf-Partner und der afghanischen Sicherheitskräfte weiter einen „erbitterten Kampf“ führten, sagte Panetta. Die „Surge“ genannte massive Truppenaufstockung war eine Reaktion auf das Erstarken der Taliban und anderer Aufständischer in Afghanistan.

Präsident Obama hatte von Beginn an versichert, dass die Verstärkung der amerikanischen Truppen nur vorübergehend sein werde. Bis Ende 2014 sollen die meisten ausländischen Truppen aus Afghanistan abgezogen werden. Bis dahin wird die Verantwortung für die Sicherheit im Land schrittweise an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben. Nach Angaben der Isaf sind derzeit noch gut 100.000 ausländische Soldaten der an Isaf beteiligten Soldaten am Hindukusch im Einsatz. Panetta sagte, „Surge“ habe seine Ziele erreicht. Die Taliban seien auf dem Schlachtfeld geschwächt worden, der Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte habe dramatische Fortschritte gemacht. Die Führung des Terrornetzes Al Qaida habe schwere Schläge hinnehmen müssen, sagte Panetta.

Aus der Nato hieß es am Freitag, dass der Truppenabzug insgesamt gut vorankomme. Die Isaf-Schutztruppe umfasse derzeit noch 112000 Soldaten. Sie habe schon 400 von 800 kleineren Stützpunkten im Land aufgelöst, die vor allem von Kompanien und Zügen genutzt wurden. Zugleich liege der Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte im Zeitplan. Sie seien derzeit etwa 320.000 bis 340.000 Mann stark; die Zielmarke der Nato liegt bei 352.000 afghanischen Soldaten und Polizisten. Diese Zahl soll im Oktober erreicht werden. Im Bündnis wird versichert, dass die Afghanen sich inzwischen auch das Gerät und das Wissen zulegten, um anspruchsvollere Aufgaben wie das Pionierwesen, den Lufttransport oder die medizinische Versorgung selbst zu übernehmen. Diese Funktionen musste ihnen bisher die Nato zur Verfügung stellen.

Vollständiger Bericht:
FAZ.net – Vereinigte Staaten reduzieren Truppenstärke

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