Sonntag , 25 Juni 2017
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Sayyaf verurteilt Selbstmordattentäter der Taliban

Der ehemalige Warlord und Mujaheddin Abdul Rabb Rasul Sayyaf verurteilte Selbstmordattentäter und sagte, dass ihre Handlungen vor Gott unverzeihbar sind.

Anlässlich einer Versammlung für den morgigen ersten Jahrestag des Todes des ehemaligen afghanischen Präsidenten und Leiter des hohen Friedenrates Burhanuddin Rabbani, wandte sich Sayyaf direkt mit einer Nachricht an die potenziellen Selbstmordattentäter und deren Hintermänner und mahnte sie darüber auf, dass ihre zerstörerischen Handlungen mit den Werten von Gottes Worte, dem heiligen Koran, nicht vereinbar sind und demnach auch als Feinde der Muslime gelten.

“Jeder der gegen die Werte des Koran handelt wird verdammt und keine Gnade durch Gott erfahren. Jeder der sich und seiner Gemeinschaft gutes tun möchte, sollte nicht gegen den Koran handeln”, sagte Sayyaf. In seiner Rede ging Sayyaf auch auf einen vor kurzem verübten Selbstmordanschlag ein, welcher während einer Beerdigung in Kabul geschah. Bei diesem Selbstmordanschlag kamen 30 Zivilisten ums Leben und über 50 Personen wurden verletzt. Diese und solche Anschläge werden damit begründet, dass sich dieser Anschlag gegen die Ungläubigen und Ausländer richtet. “Diese Beerdigung war eine islamische Beerdigung. Die die der Beerdigung beiwohnten waren alles Muslime. Wo war da irgendein Ungläubiger oder Fremder?”.

Sayyaf verurteilt die Selbstmordanschläge und mahnt dies zu unterlassen und sagt: “Wenn diejenigen Muftis jungen unwissenden Glaubensbrüdern einreden wollen dass ein Selbstmordanschlag der Schlüssel zum Paradies ist, ja dann frage ich wieso hat bisher ein Mufti selbst noch nicht so eine Sprengstoff-Weste angezogen? Wieso hat ein Mufti bisher noch nicht einem seiner Söhne so eine Sprengstoff-Weste umgehängt? Oder gar einem seiner Enkel oder Neffen? Ich sage euch wieso und zwar weil der Mufti weis das es haram ist. Ich sage euch, unterlasst das!”
Weiter führt er an:”Wenn ihr das macht um Gottes Ehre wegen, dann sage ich euch, unterlasst es um Gottes Ehre wegen. Wenn ihr das macht für euer Vaterland wegen, dann sage ich euch, unterlasst es eurem Vaterland wegen. Wenn ihr das eurem Glauben wegen macht, dann unterlasst es um eures Glauben wegen. Denn dies ist keine Handlung des Glaubens, des eigenen Imams, des Islams.”

Burhanuddin Rabbani wurde am 20. September vergangenen Jahres in seinem eigenen Haus in Kabul Wazir Akbar Khan durch einen Selbstmordanschlag getötet. Die Verantwortung für den Anschlag übernahm die Taliban. Der Selbstmordattentäter kam unter dem Vorwand Friedensgespräche im Auftrag der Taliban führen zu wollen.

Sayyaf´s Worte, selbst bekennender Wahabit, stehen im krassen Gegensatz zu den Theorien militanter Islamisten, die Selbstmordanschläge als eine Form des Märtyrertums beschreiben und die höchste Ehre zukommen lassen.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai wohnte ebenfalls dieser Versammlung bei und lobte Rabbani´s Mühen und betonte das Rabbani sein Leben verlor in den ständigen Bemühungen Afghanistan befrieden zu wollen. “Rabbani war sich der schwierigen Situation in dieser Region und auf der Welt sehr wohl bewusst und er bemühte sich darum dieses Ziel zu erreichen. Wir sollten in seine Fußstapfen treten und Afghanistan den Frieden bringen”, sagte Karzai.

Afghanistans zweiter Vizepräsident Abdul Karim Khalili forderte die Aufständischen auf, sich dem Friedensprozess anzuschliessen und ihre Waffen für das afghanische Volk nieder zu legen. “Die einzige Möglichkeit damit sie überleben ist die, dass sie die Waffen niederlegen, sich dem Friedensprozess anschließen und den Frieden annehmen”, sagte er.

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