Samstag , 19 August 2017
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NATO fährt Kooperation mit afghanischer Armee zurück

Die NATO hat alle Operationen, die gemeinsam mit afghanischen Sicherheitskräften stattfinden sollen, bis auf weiteres auf Eis gelegt. Künftig sollten gemeinsame Patrouillen und die Ausbildung im Allgemeinen nur noch ab einer bestimmten Truppenstärke erfolgen, teilte die NATO-geführte ISAF-Truppe am Dienstag mit.

Mit diesem Schritt reagiert das westliche Verteidigungsbündnis auf eine Welle von Anschlägen gegen NATO-Soldaten, die von afghanischen Polizisten oder Soldaten ausgeführt wurden. Zuletzt hatten Angreifer in Armeeuniformen am Wochenende in Südafghanistan sechs ausländische Soldaten getötet.

Betroffen von der Anordnung ist den Angaben nach “die große Mehrheit” der 350.000 Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte. Sie müssen nun ohne Unterstützung der Nato-geführten Truppen zurecht kommen. Die Entscheidung ist ein herber Rückschlag für die Bemühungen der Nato, die afghanischen Kräfte für ihren künftigen Einsatz nach dem Abzug der ausländischen Truppen bis 2014 fit zu machen.

Immer mehr “Green on Blue”-Attacken

Hintergrund der Entscheidung ist die steigende Zahl von Angriffen afghanischer Sicherheitskräfte auf Nato-Mitarbeiter, dioe im Englischen wegen der Uniformfarben als “Green on Blue”-Angriffe bezeichnet werden.

51 NATO-Angehörige wurden dabei heuer getötet, 40 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Unklar bleibt, ob die Entscheidung den Abzugsplan der westlichen Truppen 2014 in Frage stellt. Kleinere Ausbildungsoperationen sollen aber “wenn nötig” weiter durchgeführt werden, so ein NATO-Sprecher. 100.000 westliche Soldaten unterstützen die 350.000 Mann starke Afghanische Nationalarmee (ANA) im Kampf gegen Aufständische und bilden die einheimischen Soldaten aus.

Vollständiger Beitrag:
derstandard.at – NATO legt Zusammenarbeit mit afghanischer Armee auf Eis

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