Dienstag , 25 Juli 2017
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Mutmaßliche Entführer von den Taliban öffentlich hingerichtet

In der westlichen Provinz Herat, haben heute die Taliban zwei mutmaßliche Entführer durch ein Erschießungskommando öffentlich hingerichtet, dies teilte ein Beamter der lokalen Behörde mit.

Berichten zufolge entführten die zwei Beschuldigten das Kind einer Familie aus dem Bezirk Zarghun, welches überwiegend paschtunisch ist. Die Entführer wurden von Taliban Milizen überführt, als der Vater des entführen Kindes das geforderte Lösegeld übergeben wollte.

Der Gouverneur von Herat, Dr. Daud Shah Saba bestätigte die Exekution. “Diese Menschen haben sich der staatlichen Gerichtsbarkeit entzogen und gerieten in die Fänge der Verbrecher, der Taliban und wurden von denen mit einer Salve von Kugeln hingerichtet.”

Daud Shah Saba verurteilte das Vorgehen der Taliban und sagte, dass die hingerichteten Kidnapper den Taliban zugehörig waren. Die meisten Entführungen in Herat gehen auf das Konto der Taliban.

Die unabhängige afghanische Menschenrechts-Kommission (AIHRC) verurteilte die Exekution aufs schärfste. Der Chef des AIHRC Büros in Herat, Abdulqader Rahimi, sagte: “Ein Standgericht kann von der AIHRC keineswegs akzeptiert werden und wir fordern das jene die für die Hinrichtung verantwortlich sind, von der hiesigen Justiz zur Rechenschaft gezogen werden.”

Weiterhin führte er, dass er besorgt ist über die Zunahme solcher eigenwilligen Exekutionen in den westlichen Provinzen Afghanistans.

Der Provinz Gouverneur fügte hinzu, dass die angeblichen Entführer bereits unter Beobachtung der Polizeibehörden waren, jedoch kam es zu keiner Festnahme da sie noch nicht eindeutig überführt werden konnten.

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