Mittwoch , 26 Juli 2017
Aktuelles:
Du bist hier: Startseite » Aktuelle News » Keine Zukunft für Witwen in Afghanistan

Keine Zukunft für Witwen in Afghanistan

Afghanische Witwen müssen nach dem Tod ihres Ehemanns mit Armut und gesellschaftlicher Ächtung rechnen. Die 22-jährige Gulghotay ist eine von ihnen. Sie betrachtet ihr Leben als beendet, bevor es richtig begonnen hat.
Als Gulghotay die Todesnachricht ihres Mannes erhält, bricht eine Welt für sie zusammen. Gerade mal drei Monate waren sie verheiratet und nun ist er plötzlich tot, umgekommen bei einem Selbstmordattentat. Die junge Frau lebt in der östlichen Provinz Maidan-Wardak. Sie ist mit Hausarbeit beschäftigt, als in der Nachbarsprovinz Ghazni eine Fahrradbombe vor dem Polizeirevier im Zentrum hoch geht und zwei Menschen getötet werden. Sieben Zivilisten werden ins Krankenhaus eingeliefert. Darunter auch Gulghotays Mann. Er stirbt kurze Zeit später an den Folgen seiner Verletzungen.

Gulghotay wollte nicht als Witwe leben. Sie sah keinen anderen Ausweg, als ihrem Leben ein Ende zu setzen, berichtet ihr Bruder Mohammad Azim. “Gulghotay war mit einer anderen Frau zu Hause und bat sie, ihr die Lampe zu halten, weil sie etwas im Schrank suchen wolle. Sie fand schließlich das Fläschchen mit Säure, riss es an sich und trank es aus. Zum Glück war die andere Frau dabei. Sie brachte Gulghotay schnell ins Krankenhaus.” Gulghotay habe unter Schock gestanden, so der Bruder. Sei sehr glücklich verheiratet gewesen mit ihrem Mann, der Bauarbeiter war. Nun macht sich Mohammad Azim sich große Sorgen um die Zukunft seine Schwester.  Weiterlesen

Vollständiger Artikel und Quelle:
Deutsche Welle – Keine Zukunft für Witwen in Afghanistan

Hinterlasse einen Kommentar

Nach oben scrollen
Google+