Sonntag , 25 Juni 2017
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Ein Guerillakampf ist nicht zu gewinnen

Foto: EPA

Stuttgart – Es ist eine bittere Erkenntnis, wenn ein seit elf Jahren währender Kampf voraussichtlich fruchtlos bleiben wird. Und es schmerzt zu sehen, dass 3000 Angehörige der internationalen Schutztruppe für eine zweifelhafte politische Perspektive gestorben sind. Dennoch ist es unverständlich, dass sich die Regierenden und die Militärs mit einer ehrlichen Bilanz des Afghanistaneinsatzes so schwer tun. Vielfach neigen sie dazu, die Fortschritte schön- und die Risiken kleinzureden. Das Prestige zählt mehr als Redlichkeit gegenüber der Öffentlichkeit und den Soldaten.

Aktuell zeigen die hasserfüllten Reaktionen auf das Mohammed-Video, wie brüchig das Fundament ist, das die Verbündeten am Hindukusch errichtet haben. In Pakistan zetteln Extremisten Unruhen an, und in Afghanistan machen sich Selbstmordattentäter auf den Weg. Eine immer größere Gefahr sind die Binnentäter: Afghanen in Uniform haben 2012 bereits mehr als 50 Isaf-Soldaten getötet. Hastig hat die Nato daher das Partnering-Konzept mit den gemeinsamen Patrouillen gebremst. Eine enge Kooperation gibt es nur noch auf höheren Ebenen. Angst und Misstrauen sind am Höhepunkt angelangt.

Vollständiger Bericht:
Stuttgarter Zeitung – Das Risiko des Scheiterns

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