Sonntag , 20 August 2017
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Dolmetschen in Afghanistan – Die Übersetzer

Wo kulturelle Missverständnisse tödlich sein können, ist ihre Arbeit lebenswichtig. Aber wenn die Bundeswehr abzieht, fürchten deren afghanische Dolmetscher um das eigene Leben. Vier Berichte aus dem Krieg.

Hier in Kundus wird noch gegen den Film demonstriert, aber unsere Regierung bemüht sich, die Lage zu beruhigen. Es gibt Durchsagen im Fernsehen und Radio, dass nicht alle Amerikaner oder die amerikanische Regierung, sondern Einzelne dafür verantwortlich sind. Die Leute hier können sich nämlich nicht vorstellen, dass man in Amerika so frei ist, dass man einfach so einen Film machen kann. Sie denken, die Regierung stecke dahinter.

Ich habe in Kabul Germanistik studiert. Seit fünf Jahren arbeite ich als Sprachmittler. In Deutschland war ich erst einmal, vier Wochen mit einem DAAD-Stipendium in Essen. Das war toll. Warum ich Deutsch studiert habe? Als Schüler habe ich in einer Werkstatt gejobbt. Was ich da über deutsche Autos hörte, hat mir gut gefallen. Ich glaubte, dass Deutsch mit Fabriken zu tun haben muss und dass ich damit eher Arbeit finde als mit Englisch. Im Studium haben wir dann Goethe und Schiller gelesen. In Kundus komme ich leider kaum an deutsche Literatur ran.

Vollständiger Bericht:
FAZ.net – Die Übersetzer

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