Mittwoch , 26 Juli 2017
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Commerzbank wird Afghanistan zu heiß

Afghanistan

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KABUL — Die Commerzbank stellt den Dollarhandel mit fast all ihren Korrespondenzbanken in Afghanistan ein und versetzt dem ohnehin wackeligen afghanischen Bankensystem damit einen heftigen Schlag. Wie der afghanische Zentralbankgouverneur Nurullah Delawari mitteilte, hat die deutsche Großbank wohl wegen der jüngsten Geldwäsche-Vorwürfe gegen britische Banken „kalte Füße” bekommen.

Bei einem vertraulichen Treffen mit afghanischen Bankmanagern im Ritz-Carlton-Hotel in Dubai im April habe die Commerzbank angekündigt, ihr US-Dollar-Geschäft zu allen Korrespondenzbanken in Afghanistan einzustellen, die bis zum 30. Juni nicht auch ein separates Korrespondenzkonto bei US-Banken eröffnet haben, berichten Teilnehmer.

Nur wenige afghanische Banken dürften ein solches Konto bekommen, weil US-Banken zu große Vorbehalte gegenüber illegalen Vermögen aus dem Drogenhandel oder dem Terrorismus hegen, die in Afghanistan die Runde machen.

Afghanistan ist für mehr als 90 Prozent der globalen illegalen Opiumexporte verantwortlich, belegen Statistiken der Uno. Der Handel wird zum Teil von den Taliban und anderen militanten Gruppierungen kontrolliert. Zudem seien die Bankengesetze in dem Land lax und würden häufig übertreten, berichtet ein ranghoher amerikanischer Justizvertreter. Ein Großteil des Drogengeldes lande deshalb im regulären afghanischen Bankensystem, wo die meisten Geschäfte in US-Dollar getätigt werden, der meistgenutzten ausländischen Währung in Afghanistan… >> weiterlesen

Vollständiger Bericht und Quelle:
WSJ - Commerzbank wird Afghanistan zu heiß

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