Dienstag , 25 Juli 2017
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Botschafter Abdul Rahman Ashraf berichtet von Fortschritten in Afghanistan

Botschafter Abdul Rahman Ashraf

Botschafter Abdul Rahman Ashraf

Der ehemalige Hechinger Abdul Rahman Ashraf ist seit 2010 Botschafter Afghanistans in Berlin. Auf Einladung der CDU zeichnete der Diplomat ein durchaus positives Bild der Entwicklung seines Mutterlandes.

In Afghanistan, so legte Ashraf am Freitagabend beim CDU-Stadtverband Hechingen im “Museum” dar, sind in den vergangenen zehn Jahren Isaf-Einsatz9000 neue Schulen eröffnet worden, die Schülerzahl ist von einer Million auf siebeneinhalb Millionen gestiegen. Ein großer Erfolg, auch wenn trotzdem bislang nur 28 Prozent der bis 14-Jährigen lesen und schreiben können. Gab es 2001 noch einen einzigen Fernsehsender, so können die Afghanen heute unter 75 Programmen wählen. Die Zahl der Menschen, die Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, hat sich in diesem Zeitraum verdoppelt, und 80 Prozent der Bevölkerung haben heute Zugang zum Gesundheitssystem. Durch Hilfsgelder auch aus Deutschland sei die Wirtschaft angekurbelt worden, das Einkommen habe sich seit 2002, so der Botschafter, mehr als verdoppelt.

Abdul Rahman Ashraf zeichnete am Freitagabend in der Hechinger Stadthalle vor rund 40 interessierten Besuchern – darunter Bürgermeisterin Dorothea Bachmann, der Hechinger/Münsinger Landtagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm und der Zollernalb-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß – ein durchweg positives Bild seines Mutterlandes Afghanistan. “Die Presse schreibt nicht die Wahrheit, die Menschen freuen sich, wenn sie schlechte Nachrichten lesen”, erklärte er die Differenz zwischen der Wahrnehmung Afghanistans bei vielen Deutschen und seinen Ausführungen.

Dass es gleichwohl Schwierigkeiten bei der Entwicklung gibt, das bestreitet der Diplomat nicht. Er sieht die Ursachen vieler dieser Probleme jedoch nicht im Land selber. Zum einen, so erläuterte Ashraf auf die zahlreichen Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum, seien historische Entwicklungen Ursache für manche Probleme. Afghanistan war immer – obwohl, wie der Botschafter betonte, Afghanen sich nie einer externen Macht und Gewalt gebeugt haben – begehrt bei Kolonialländern, den Nachbarn und später im Kalten Krieg bei den Großmächten. Während des Kalten Kriegs hat Afghanistan zwei Millionen Einwohner verloren, seit 40 Jahren, so erläuterte Ashraf, seien die Kinder mit Kalaschnikows aufgewachsen: “Die Bevölkerung ist traumatisiert.”

Vollständiger Bericht:
 Südwest Presse – Botschafter Abdul Rahman Ashraf berichtet von Fortschritten in Afghanistan

Foto & Autor: Tanja Marquardt (Foto SWP)

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