Samstag , 19 August 2017
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Afghanistan-Einsatz ist für Deutsche ein Fehlschlag

Foto: Infografik Die Welt

Kaum Fortschritte und größere Gefahren: Nur noch jeder Vierte hält die Mission am Hindukusch für einen Erfolg. Opposition und Bundeswehrverband fordern mehr Aufklärung.

Die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist in Deutschland auf einen Tiefpunkt gesunken: Mindestens jeder zweite Bundesbürger lehnt den Einsatz ab, nur noch 38 Prozent stehen hinter der Mission. Zu dem Ergebnis kommt die jüngste Bevölkerungsbefragung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr.

“Nur noch jeder vierte Befragte bewertet diese Mission mehr oder weniger als einen Erfolg”, schreibt der Soziologe Thomas Bulmahn in der Studie, die der “Welt” vorliegt. Der Rückgang der Zustimmung lasse sich vor allem auf die Wahrnehmung ausbleibender Fortschritte, steigender Kosten und zunehmender Gefahren für die eingesetzten Soldaten zurückführen.Vor einigen Jahren waren die Meinungsverhältnisse zum Afghanistan-Einsatz noch umgekehrt: 2008 sprachen sich 63 Prozent dafür aus, 34 Prozent waren dagegen.

Noch kein Imageschaden

Auch wenn der größte deutsche Militäreinsatz mittlerweile als Fehlschlag bewertet wird, hat er noch keinen Imageschaden für die Truppe angerichtet.Drei von vier Bürgern sagten in der Umfrage, ihre Haltung gegenüber den Streitkräften sei “sehr positiv” oder “eher positiv”. 79 Prozent verbinden mit der Bundeswehr das Gefühl von Vertrauen, von Hochachtung sprechen 69 Prozent, von Stolz 68 Prozent und von Dankbarkeit 67 Prozent.Etwa jeder vierte Befragte empfindet allerdings auch Gleichgültigkeit (24 Prozent) oder Langeweile (23 Prozent), wenn er auf die Bundeswehr angesprochen wird.

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