Sonntag , 20 August 2017
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16-jähriges Mädchen wird ausgepeitscht, Freund zahlt Geldstrafe

In der östlichen Provinz Ghazni haben religiöse Ältere ein 16-jähriges Mädchen wegen dem Vorwurf der “illegalen Beziehung” ausgepeitscht, das teilten örtliche Beamte einem nationalen Nachrichtensender mit.

Unter dem Edikt des lokalen Mullahs wurde das Mädchen zu einer Strafe von 80 Peitschenhiebe für die angeblich geführte Liebesromanze verurteilt, der Liebhaber – dessen Alter nicht bekannt gegeben wurde – wurde mit einer Geldstrafe von 80.000 Afghanis (cirka. 1.000 Euro) belegt, die er an die leitende Frauenbeauftragte der Provinz Ghazni Shukria Wali entrichten musste. Shukria Wali gab an das dieser Vorfall sich bereits etwa zwei Wochen zuvor ereignete.

Ein örtlicher Bewohner sagte, dass das Mädchen im Nachgang auch schwer von ihrer Familie bestraft wurde. Genaueres hierzu wollte er nicht zum Ausdruck bringen. Shukri Wali fügte hinzu, dass sie über dieses Thema auch mit den Dorfältesten gesprochen habe und darauf hingewiesen habe das solch ein Vorfall an die regionalen Justizbehörden in der Region Laghori hätte verwiesen werden müssen.

Ghazni´s Parlamentarier Chaman Shah Etmadia sagte auf Nachfrage, dass es den Dorfältesten rechtlich nicht zugestanden hätte in diesem Fall zu urteilen und eine Strafe zu verhängen. “Solche Vorgehen schüren eine Art von Angst unter den Menschen. Niemand darf soetwas tun, wir haben ein intaktes Justizsystem welches hierfür ausschließlich zuständig ist”, sagte Etmadi gegenüber dem lokalen Nachrichtensender.

Die unabhängigen afghanischen Menschenrechts-Kommission teilte mit, dass sie eine Delegation in die Region geschickt haben um die Behauptungen zu untersuchen, gingen jedoch nicht auf weitere Details ein.

 

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