Sonntag , 20 August 2017
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12 Tote bei Selbstmordanschlag durch weibliche Attentäterin

Die Islamische Partei Afghanistan (Hizb-i-Islami) des ehemaligen Premierministers von Afghanistan und Warlord Gulbuddin Hekmatyar übernahm die Verantwortung für den heute morgen verübten Selbstmordanschlag durch eine weibliche Selbstmordattentäterin in der Hauptstadt Kabul bei dem nach bisherigen Angaben bereits 12 Personen ums Leben kamen. Unter den 12 getöteten Personen waren 9 Ausländer.

Ein Sprecher der Islamischen Partei Afghanistan Haroon Zarghoon sagte, dass der Angriff eine Reaktion auf den in den USA gemachten Anti-Islamischen Film sei. Bei der Selbstmordattentäterin handelte es sich um ein 22 Jahre junges afghanisches Frau namens Fatima. Nach Aussage des Sprechers Haroon Zarghoon fuhr die 22-jährige ein mit 200 Kilogramm Sprengstoff beladenes Fahrzeug und rammte es in einen Minibus, wodurch es dann zur gewaltigen Explosion kam.

Der Sicherheitschef von Kabul, General Ayoub Salangi, gab an das es sich bei den getöteten ausländischen Personen um Staatsangehörige aus Nepal handele. General Ayoub Salangi leugnete bisher die Zahl der Todesopfer die durch die Islamische Partie Afghanistan Hizb-i-Islami bekannt gegeben wurde. Allerdings gab der Chef der Kriminalpolizei in Kabul, General Mohammad Zahir in einer offiziellen Erklärung an, dass mindestens 8 ausländische sowie mindestens ein afghanisches Opfer zu beklagen seien.

Der Vorfall ereignete sich um 07.00 Uhr Ortszeit auf der wichtigsten Autobahn von Kabul nahe dem Flughafen, wo sich auch eine Reihe von Luxus Ballsäle befinden.

Bereits am Montag kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen hunderten von jungen afghanischen Demonstranten und Sicherheitskräfte der Polizei, bei der mehr als 50 afghanische Polizisten verletzt wurden. Die Polizei machte keinen Gebrauch von der Schusswaffe. Die weltweiten Proteste die durch die Veröffentlichung des antiislamischen Mohammed-Films haben mit dem schweren Bombenanschlag auf ausländische Staatsangehörige in Kabul einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. Die afghanischen Sicherheitskräfte rechnen mit einer weiteren Zunahme der gewalttätigen Proteste. Ein neuer Höhepunkt wird am kommenden Freitag, nach dem traditionellen Freitagsgebet, erwartet.

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